4-Tage-Woche bei gleicher Produktivität?

In Großbritannien läuft derzeit ein großer Versuch zur Vier-Tage-Woche (zum Artikel). 70 Unternehmen aus vielen Branchen nehmen an dem Experiement teil. Gearbeitet wird nach dem 100-80-100-Modell. Das heißt:

  • 100% Entgelt
  • 80% Arbeitszeit
  • 100% Produktivität

Die Strategie geht natürlich nur auf, wenn es gelingt, effizienter zu arbeiten, ohne dass es zu einer höheren Belastung der Beschäftigten kommt.

Was wäre, wenn Ihr Unternehmen sich morgen dazu entschließen würde, künftig nach dem 100-80-100-Modell zu arbeiten? Wo liegen Ihrer Ansicht nach die Potentiale? Wie könnten diese gehoben werden?

die Potentiale liegen im Einsatz der Arbeitskräfte entsprechend Ihrer Stärken, Einbindung aller in Optimierung der Prozesse und Wertschätzung der Arbeit jedes einzelnen, dann klappt es auch mit der Produktivität und fehlende Arbeitskräfte könnten über „Einsparung rekrutiert“ werden. Gleichzeitig ist das ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcen Effizienz, nur solange alle das Gefühl haben, für Anwesenheit bezahlt zu werden, ändert sich nix.

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Da ich im Bereich SGB II tätig bin, ist es für mich eine theoretische Geschichte. Allerdings sehe ich Potenziale ohne Ende. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte.
Auch hier, wie wahrscheinlich in den meisten Firmen, wissen die Mitarbeiter schon, wo Potenziale liegen gelassen werden. Dazu würden sich eigentlich Potenziale addieren, die durch Fachkenntnis ermittelt werden.
Die alles entscheidende Frage ist aus meiner Sicht: Was will die Geschäftsleitung?
Ist sie bereit für Veränderungen?
Zu meinen Erstaunen musste ich feststellen, dass man selbst in Firmen mit knapp 200 Mitarbeitern nicht bereit ist, ein reales Qualitätsmanagement zu implementieren. Befindlichkeiten der GL lassen es nicht zu.
Auch von Unternehmerseite will man oft nichts mehr in die Zukunft investieren. Man reagiert oft nur und beklagt sich dann.
Also:
Bei uns wäre fast überall bedeutend mehr Effizienz möglich.
Und somit in der Theorie Arbeitszeitanpassung.